„Die spinnen, die Amis!“

Ellershausen(Klaus Brill). Mit der Autorin Sandra Navidi aus New York und einer literarischen Revue des Schauspielers Michael Quast beleuchtet der „Literarische Frühling“ die Lage in den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit. Am 4. Juli des nächsten Jahres ist es genau 250 Jahre her, seit die Vereinigten Staaten von Amerika 1776 ihre Unabhängigkeit erklärt und sich vom britischen Königreich losgesagt haben. Dies nimmt der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ zum Anlass, sich schwerpunktmäßig mit dem Land zu beschäftigen, dessen Präsident seit Monaten die Welt in Atem hält. So ist am Sonntag, dem 22. März, die deutsch-amerikanische Autorin und Finanzexpertin Sandra Navidi aus New York in der Wandelhalle in Bad Wildungen zu Gast. Ihr Thema: „Wie tickt Amerika?“ Die politischen Exzesse der Gegenwart und die bewegte Vergangenheit der USA, vor allem ihre Gründerzeit, sind auch das Thema der Literarischen Revue, die der Frankfurter Schauspieler Michael Quast traditionsgemäß in Metzen Altem Kuhstall in Ellershausen präsentiert – frei nach Asterix mit der nicht ganz ernst gemeinten These: „Die spinnen, die Amis!“ „Die USA geben uns zurzeit manche Rätsel auf“, erklärt dazu die Leiterin des Festivals, die Journalistin und Hotel-Direktorin Christiane Kohl:„Wie können die Amerikaner es nur zulassen, dass ihre nunmehr nahezu 250 Jahre alte Demokratie vom eigenen Präsidenten derart mit Füßen getreten wird?“ Sandra Navidi hat dazu einige Erklärungen parat. Die in Mönchengladbach aufgewachsene Tochter eines iranischen Unternehmers und seiner deutschen Ehefrau lebt seit 25 Jahren in New York City und ist dort als Anwältin und Finanz-Expertin tätig. „Sie ist bestens vernetzt, und sie richtet ihr Augenmerk nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch auf das, was im Hintergrund geschieht und was aus der amerikanischen Geschichte nachwirkt,“ erklärt Kohl.

Dem deutschen Publikum ist Sandra Navidi bereits als Gast in der Talkshow von Markus Lanz sowie als regelmäßige Mitarbeiterin des Nachrichtensenders ntv bekannt. In ihrem Buch „Die DNA der USA“ kommt die deutsch-amerikanische Autorin zu dem Schluss, dass im öffentlichen Leben der USA „die Grenzen zwischen Fiktion und Realität immer mehr verschwimmen“. Auch das sei einer der Gründe, warum Donald Trump zum Präsidenten gewählt worden sei. Mit der Gründerzeit der USA und den daraus erwachsenen Entwicklungen befasst sich auch der Frankfurter Schauspieler und Theaterdirektor Michael Quast bei seinem Auftritt in Metzen Altem Kuhstall in Ellershausen am Donnerstag, dem 26. März 2026, um 19 Uhr. Unter dem Titel „Ami, come on!“ begibt er sich auf einen abwechslungsreichen Streifzug durch die bewegte Geschichte der USA, beginnend mit den ersten Einwanderern aus Europa, die schon bald in gewaltsame Auseinandersetzungen mit den indianischen Ureinwohnern eintraten und dann aus Afrika schwarze Sklaven für die Arbeit in den Plantagen kommen ließen. Im Blickpunkt steht der 4. Juli 1776, der sich im kommenden Jahr zum 250. Mal jährt und in den USA ein Anlass für große Feierlichkeiten ist. An diesem Tag erklärten die 13 nordamerikanischen Kolonien ihre Unabhängigkeit vom britischen Königsreich und begründeten damit die erste moderne Demokratie der Welt.

Michael Quast, Foto: Eva-Maria Schmidt / Literarischer Frühling


Michael Quast wirft Schlaglichter auf wichtige Ereignisse und Personen, von den Pilgervätern über George Washington und Thomas Jefferson zu „Sitting Bull“ und Martin Luther King, von Abraham Lincoln bis zu Elvis Presley, Donald Duck und Donald Trump. Der Gitarrist Maik Garthe aus Ellershausen streut dazu Blues, Folk, Jazz und Country-Music ein und erzählt mit diesen Songs ebenfalls Geschichten aus dem Land der – nicht für Alle – unbegrenzten Möglichkeiten. Karten und Infos: Literarischer Frühling

Maik Garthe wirkt mit bei der Literarischen Revue von Michael Quast. Foto: Dennis Schirmer